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Bioverfügbarkeit von Spurenelementen

Wussten Sie schon?

Pferde und andere Weidetiere versorgten sich früher mit Mineralstoffen, indem sie eine Mischung aus Gräsern, Pflanzen, Baumrinden und geringen Mengen Erde, die sich an den Wurzeln der Gräser anhefteten aufnahmen. In der damaligen, natürlichen Umgebung wanderten Pferde auf weiten Flächen, die mit einer großen Vielfalt an Vegetation ausgestattet waren. Die heutigen Weideflächen dagegen sind räumlich begrenzt und besitzen weniger Vielfalt an Gräsern und Kräutern als damals. Daher weiß man, dass Weiden und Heu, das von diesen Wiesen stammt als Mineralstoffquelle eher kritisch anzusehen ist.

 

Dadurch ist eine Zufütterung mit Mineralstoffen notwendig, um den Tagesbedarf des Pferdes decken zu können. Denn Vitamine und Mineralstoffe werden vom Körper in vielen verschiedenen Bereichen benötigt. Sie unterstützen beim Aufbau und Erneuerung von Gewebe,  verschiedenen Nervenfunktionen, Schutz von Geweben, der Fruchtbarkeit und allgemeiner Gesundheit. Besonders junge, wachsende Pferde benötigen einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen für die gesunde Entwicklung der Knochen, Muskeln und Nerven.

Was bedeutet die Bioverfügbarkeit?

Im Allgemeinen versteht man darunter den Anteil eines Nährstoffs, der über Stoffwechselwege vom Tier aufgenommen und genutzt wird. Ein Nährstoff ist somit besser bioverfügbar, je mehr im Tier über das Blut in die Organe aufgenommen werden kann. Das bedeutet auch, dass die Bioverfügbarkeit nicht bei jedem Tier gleich sein kann. Denn sie wird durch individuelle Faktoren wie z. B. den Status der Zähne beeinflusst. So weiß man, dass eine Aufnahme von Nährstoffen über den Magen-Darmtrakt durch Krankheiten wie Durchfall beeinträchtigt werden kann. Eine Mangelerscheinung muss demnach auch nicht immer an mangelnder Ernährung liegen. Es kann auch eine Verdauungsstörung dahinter stecken.

Häufig gelten die Angaben aus Versuchen über die Bioverfügbarkeit eines Spurenelements nur, wenn es einzeln supplementiert wird. Bei Spurenelementen, die in Konkurrenz zueinander stehen, weil Sie z. B. die gleiche Aufnahmestelle im Körper haben, wird ohnehin jeweils ca. nur die Hälfte des eingesetzten Spurenelements aufgenommen. Gerade wegen dieser Umstände sollte auf eine Bindungsform mit hoher Bioverfügbarkeit geachtet werden. So kann man möglichst sicher gehen, dass das Pferd (auch bei einem Verdauungsproblem oder wegen der Konkurrenz einiger Spurenelemente untereinander) optimal versorgt wird.

Anorganisch vs. organisch

In Futtermitteln können Spurenelemente in verschiedenen Bindungsformen vorliegen, diese werden auch immer wieder mit der Bioverfügbarkeit in Verbindung gebracht. Man unterscheidet die anorganischen Bindungsformen (z. B. Sulfate, Oxide, Chloride oder Carbonate) und die organischen Bindungsformen (Chelate, Asparate, Citrate, Proteinate oder Fumarate). Generell kommen verschiedene Studien zu dem Ergebnis, dass die organisch gebundenen Spurenelemente besser bioverfügbar sind, als die anorganisch gebundenen. Nur einige Ausnahmen kamen zu einem anderen  Ergebnis. Die Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe in organischer Bindungsform wird somit als ökologisch günstig beurteilt, da das Tier weniger aufnehmen muss und vor allem auch weniger wieder ungenutzt in die Umwelt ausscheidet.  

Organisch bedeutet nicht, dass das Spurenelement nicht künstlich hergestellt wurde. Dies ist bei organischen wie auch anorganischen Spurenelementen der Fall. Beispielsweise bei der Chelatierung wird ein Mineral (Zink, Mangan, Eisen, Kobalt) mit einem Gemisch aus Aminosäuren und Peptiden kombiniert. Die daraus entstehenden Substanzen werden als Chelate bezeichnet.

Eine Reihe von Studien mit verschiedenen Tierarten konnten eine Verbesserung bei der Fortpflanzung, des Immunstatus, der Hufqualität, der Milchproduktion und eine Verbesserung der Wachstumsrate nachweisen, wenn die Futtermittel organisch gebundene Mineralien enthielten. Besonders Pferde in intensivem Training haben einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen für ihren Energiestoffwechsel, daher sind sie auf eine zuverlässige Mineralstoffquelle angewiesen.

Welche Bindungsformen werden in unseren Futtermitteln verwendet?

Futtermittelhersteller die zwischen den verschiedenen Bindungsformen von Mineralien wählen können berücksichtigen dabei die zwei zuvor genannten Faktoren: Die Verdaulichkeit bzw. die Bioverfügbarkeit und die Kosten für den Pferdebesitzer.

Die Chelat-Verbindungen stellen die teuerste Variante dar. Eine Überlegung wäre es, eine kostengünstigere anorganische Verbindungsform zu wählen und dafür die Menge an Mineralstoff zu erhöhen, wie es auch in verschiedenen Futtermitteln der Fall ist. Doch im Versuch konnte festgestellt werden, dass die Resorptionsmenge aus dem Verdauungstrakt durch höhere Gehalte anorganisch gebundener Spurenelemente nicht signifikant verbessert werden konnte. Das bedeutet, dass ein Teil der Mineralstoffe vom Tier ungenutzt wieder in die Umwelt ausgeschieden wurden. Der Verbraucher sollte berücksichtigen, dass viel anorganisch gebundene Spurenelemente in einem Produkt nicht bedeuten, dass das Pferd davon auch einen großen Nutzen hat.  In einigen Fällen scheint eine größere Aufnahme eines Minerals die Aufnahme anderer Mineralstoffe sogar zu blockieren.

(hier wäre eine Abb. schön à Hohe Gehalte anorganisch gebundener Spurenelemente ungleich mehr Nutzen für das Tier. Organisch gebundene Spurenelemente in der besser bioverfügbar)

Mit dem Einsatz beider Bindungsformen, also einem Teil organisch gebundener Mineralien und einem Teil anorganischer Bindungsformen ist ein Kompromiss zwischen guter Bioverfügbarkeit und einem moderatem Preis möglich. Wichtig ist es, dass die Fütterung des Pferdes immer als Ganzes betrachtet wird.

Bioverfügbarkeit1

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Bevor ein neuer Futtersack darin untergebracht wird, muss die Tonne wieder vollständig abgetrocknet sein.
Ein Befall durch Futtermilben kann eingeschränkt werden, indem eine Schale mit Essig in der Nähe der Futtermittel aufgestellt wird. Milben meiden den sauren Essig. Und wenn man Nagetieren durch verschlossene Behälter den Zugriff auf die Nahrung erschwert, lassen diese sich auch seltener blicken

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